

Großostheim - 03.10.2026 |🚶NORDIC WALKING
Noch einmal Schönbusch – dann werden die Stöcke vorübergehend eingemottet.
Am 1. November dreht The Walking Däääd seine letzte offizielle Schönbusch-Runde des Jahres. Danach heißt es für mich: Winterschlaf! Na ja – zumindest was die regelmäßigen Nordic-Walking-Runden hier zu Hause betrifft. 😁
Der Grund ist ein ziemlich angenehmer: Urlaub steht vor der Tür. Und anschließend gönne ich mir und den Walking-Stöcken eine kleine Winterpause.
Ganz ohne Bewegung wird es natürlich nicht gehen – wer mich kennt, weiß das. Aber die nächste offizielle Saison startet erst wieder am 1. März 2027.
Dann heißt es wieder: Schuhe an, Stöcke raus und ab in den Schönbusch.
Bis dahin: Danke für die vielen Kilometer – und gute Nacht, Walking Däääd. 😴
🚶Saisonstart: 1. März 2027.

😤 DER MECKER-MATS
TANKPREISE – WER SOLL DAS NOCH VERSTEHEN?
GROSSOSTHEIM · 04.10.2026 | MATS UNGEKÜRZT
Da stehst du an der Tankstelle und denkst dir:
2,20 Euro? 2,30 Euro? Diesel noch teurer? Haben die eigentlich Lack gesoffen?
Dann fährst du ein paar Kilometer weiter – und plötzlich kostet derselbe Liter weniger. Oder du kommst ein paar Stunden später wieder und der Preis hat sich erneut verändert. Also fragt der Mecker-Mats:
Ist das wirklich alles erklärbar – oder werden wir Autofahrer an der Zapfsäule schlicht zur Kasse gebeten?
Ich habe mal nicht nur gemeckert, sondern nachgesehen.
Und das Ergebnis ist interessanter, als ich gedacht hätte.
Erst einmal: Ja, Tanken ist momentan verdammt teuer
Am 2. Oktober nennt der ADAC als wöchentlichen Mittelwert in Deutschland etwa 2,26 Euro für Benzin und 2,41 Euro für Diesel. Der September 2026 war laut ADAC sogar der bislang teuerste Tankmonat; Super E10 kostete im Monatsmittel 2,266 Euro je Liter. Das bilde ich mir also nicht ein. Aber warum?
Natürlich spielen Weltmarktpreise eine Rolle. Rohölpreis, Dollar-Wechselkurs, Transport, Raffinerien und Beschaffung verschwinden nicht einfach, nur weil ich an der Zapfsäule schlechte Laune bekomme. Und dann kommt Vater Staat.
Auf Kraftstoffe fallen unter anderem Energiesteuer und Umsatzsteuer an. Zusätzlich wirkt der CO₂-Preis auf fossile Kraftstoffe; für 2026 liegt der vorgesehene Zertifikatspreis im nationalen Emissionshandel in einem Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne CO₂.
So weit kann der Mecker-Mats noch folgen.
Aber jetzt wird's interessant
Seit 1. April 2026 dürfen Tankstellen ihre Kraftstoffpreise nur noch einmal täglich erhöhen – um 12 Uhr. Senken dürfen sie die Preise dagegen weiterhin. Eigentlich sollte man denken:
Prima. Weniger Preischaos. Tja. Der ADAC hat anschließend die Preise von mehr als 14.000 Tankstellen ausgewertet. Und was passierte?
Die Differenz zwischen dem günstigsten und teuersten Zeitpunkt eines durchschnittlichen Tages erreichte neue Rekordwerte.
Bei Super E10 waren es 14,6 Cent pro Liter, beim Diesel sogar 18,4 Cent. Und jetzt kommt mein Lieblingsstück:
Kurz vor 12 Uhr ist Tanken derzeit im Durchschnitt am günstigsten.
Dann schlägt zwölf. Und BÄMM. Im untersuchten Zeitraum stieg Super E10 durchschnittlich um 14,6 Cent, Diesel sogar um 18,4 Cent je Liter. Danach sinken die Preise über Stunden wieder langsam ab. Entschuldigung. WAS SOLL DER QUATSCH? 😤 Der Sprit im Tank unter der Tankstelle ist um 11:59 Uhr schließlich derselbe wie um 12:01 Uhr. Kein Tankwagen fährt Punkt zwölf vor und ruft:
„Achtung! Das Zeug ist jetzt 18 Cent wertvoller!“
Natürlich funktioniert Preisbildung nicht so simpel. Unternehmen reagieren auf Wettbewerb, Nachfrage, Einkaufskosten und aufeinander.
Aber aus Verbrauchersicht sieht dieses System trotzdem ziemlich absurd aus.
Und dann kommt die Autobahn …
Jetzt wird der Mecker-Mats richtig wach. Der ADAC hat 2026 erstmals die Preise von mehr als 14.000 deutschen Tankstellen, darunter rund 360 Autobahntankstellen, für einen Vergleich ausgewertet. Ergebnis: Autobahntankstellen waren im untersuchten Zeitraum im Durchschnitt ungefähr 33 Cent pro Liter teurer als Tankstellen abseits der Autobahn.
Super E10:
2,43 € Autobahn
2,10 € abseits
Diesel:
2,61 € Autobahn
2,28 € abseits.
Bei einzelnen Autobahntankstellen lagen die Unterschiede sogar bei bis zu rund 48 Cent bei E10 und 50 Cent beim Diesel.
Bei einer 50-Liter-Füllung reden wir bei 33 Cent Unterschied über: 16,50 Euro.
Nur dafür, dass ich meinen Tankdeckel ein paar Kilometer woanders öffne. Da braucht mir keiner erzählen, dass der Rohölpreis auf den Weltmärkten innerhalb dieser drei Kilometer plötzlich explodiert ist. Hier spielen laut ADAC unter anderem geringerer Wettbewerb, Bequemlichkeit, Verkehrsaufkommen und die höhere Zahlungsbereitschaft von Reisenden eine Rolle.
Oder auf Mecker-Mats-Deutsch: Wer gerade tanken muss und nicht runterfährt, zahlt eben drauf.
Jetzt kommt allerdings eine aktuelle Besonderheit
Seit 1. Oktober 2026 läuft erneut eine staatliche Entlastung.
Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel wird bis 31. 12. 2026 vorübergehend um 14,04 Cent pro Liter gesenkt. Weil dadurch auch weniger Umsatzsteuer anfällt, ergibt sich laut Bundesfinanzministerium insgesamt eine Entlastung von ungefähr 17 Cent pro Liter. Das klingt erst einmal gut.
Aber – und jetzt kommt mein nächstes großes ABER: Das Finanzministerium schreibt selbst, dass es den Kraftstofflieferanten obliegt, die geringere Steuerbelastung an die Kunden weiterzugeben. Der ADAC fordert deshalb ausdrücklich, dass diese Entlastung in den ersten Oktobertagen vollständig bei den Autofahrern ankommt. Genau da schaut der Mecker-Mats jetzt hin. 👀 Denn eine Steuersenkung von rund 17 Cent bringt mir herzlich wenig, wenn gleichzeitig an anderer Stelle die Preise entsprechend hoch bleiben.
Also: Abzocke – ja oder nein?
So einfach mache ich es mir dann doch nicht. Nein, ein hoher Spritpreis ist nicht automatisch „Abzocke“. Rohöl, Raffinerien, Transport, Wechselkurse, Steuern, CO₂-Bepreisung, regionale Konkurrenz und internationale Krisen beeinflussen tatsächlich den Preis. Aber: Wenn derselbe Kraftstoff innerhalb eines Tages um deutlich mehr als zehn Cent schwanken kann … wenn Diesel um Punkt zwölf im untersuchten Durchschnitt plötzlich rund 18 Cent teurer wird … und wenn derselbe Liter an einer Autobahn durchschnittlich rund 33 Cent mehr kostet als ein paar Kilometer daneben … dann darf ein Autofahrer durchaus fragen:
Wie viel davon hat wirklich mit Kosten zu tun – und wie viel damit, was der Kunde gerade bereit oder gezwungen ist zu bezahlen?
Und genau da beginnt für mich die berechtigte Kritik.
😤 MECKER-MATS FAZIT
Ich kann akzeptieren, dass Kraftstoff Geld kostet. Ich kann akzeptieren, dass Rohölpreise schwanken. Ich kann sogar akzeptieren, dass der Staat kräftig mitverdient – auch wenn ich darüber durchaus noch eine eigene Mecker-Mats-Ausgabe schreiben könnte. 😁 Was mich nervt, ist die fehlende Nachvollziehbarkeit. Wenn ich beim Bäcker morgens ein Brötchen für 50 Cent kaufe, mittags kostet dasselbe Brötchen 58 Cent und abends wieder 52 Cent, würde ich den Bäcker vermutlich fragen, ob bei ihm noch alles rund läuft. An der Tankstelle haben wir uns daran gewöhnt. Vielleicht sollten wir das nicht. Mein persönlicher Schluss daraus ist deshalb ziemlich einfach: Preise vergleichen. Nicht an der Autobahn tanken, wenn es vermeidbar ist. Und derzeit möglichst kurz vor 12 Uhr tanken. Denn wenn der Markt mit mir spielt … kann der Mecker-Mats wenigstens versuchen, mitzuspielen. 😎
MECKER-MATS URTEIL:
⛽ Hohe Preise grundsätzlich erklärbar:
JA
⏰ Preissprung um 12 Uhr verbraucherfreundlich:
EHER NICHT
🛣️ 33 Cent Autobahnaufschlag nachvollziehbar:
MECKER!
💶 Rund 17 Cent Steuerentlastung:
Da schauen wir jetzt ganz genau hin.
Sind die rund 17 Cent tatsächlich beim Autofahrer angekommen?





